Best Practice: Ralf Witthaus

Ralf Witthaus ist freischaffender Künstler aus Köln und Initiator der Bundesrasenschau . Seit 1998 realisiert er seine “Rasenmäherzeichnungen” in ganz Deutschland.

Ralf Witthaus

Der Katalog zur Bundesrasenschau erhielt unlängst den RedDoT Award – einen der renommiertesten Designpreise, der international vergeben wird. Ralf Witthaus wird am 7.10. nicht nach Berlin fahren um mit seinem Verleger den Preis entgegenzunehmen, sondern er wird auf dem stARTcamp Köln über seine Erfahrungen mit dem Social Web berichten.
Das finden wir natürlich sehr großartig.

Neue Arbeitsformen: Annette Schwindt spricht auf dem stARTcamp Köln

Neben Themen wie Organisation von Social Media, Crwodsourcing oder Crowdfunding beschäftigen wir uns auf dem stARTcamp Köln mit neuen Arbeitsformen. Ganz besonders freuen wir uns, dass Annette Schwindt einen Vortrag über dieses Thema halten wird. Sie ist Beraterin für Kommunikation, Bloggerin und Buchautorin. 

Annette Schwindt 

Annette Schwindt (lizensiert mit der CC-Lizenz BY-NC-SA 2.0

Liebe Annette, über welches Thema wirst Du auf dem stARTcamp Köln sprechen?

Beim Thema neue Arbeitsformen im Zusammenhang mit Social Media hab ich mich sofort angesprochen gefühlt. Denn meine Dienste als Beraterin  für Kommunikation (Schwerpunkt Online) gibt es aufgrund meiner gesundheitlichen Situation nur  virtuell (oder in Ausnahmefällen bei mir). Das heißt, ich habe kein Büro, nur mein Laptop und das Telefon bei mir zuhause, Schulungen und Vorträge gebe ich über Skype, wer zu mir kommt, landet in unserem Wohnzimmer. Außerdem kam das Ganze auch nur zustande, weil ich Social Media nutze. Wie, das erzähle ich beim stARTcamp.

Du wirst für Deinen Vortrag live per Skype zugeschaltet. Wie sind Deine Erfahrungen mit dieser Form des Vortrags bisher? 

Mein erster Vortrag via Skype war 2010 auf der stARTconference. Dazu bekomme ich heute noch begeistertes Feedback, auch wenn ich damals versucht habe, das komplett mit Präsentation im reinen Vortragsstil durchzuziehen. Das ist gerade bei so komplexen Themen wie Fanseiten-Erklären für den Zuhörer sehr anstrengend. Deswegen mache ich es inzwischen nicht mehr so, sondern gestalte meine Vorträge mit dem Veranstalter eher als Gesprächsrunde und biete danach noch Einzelgespräche an.

Welche Bedeutung hat Social Media für Veranstaltungen?

Eine immer größer werdende. Zum einen natürlich als Weitersage –Instrument, zum Crowdsourcing (siehe Organisation der kommenden stARTconference) und für die Dokumentation und das Feedback danach.  Was ich mache, ist noch ungewöhnlich, dabei spart ein Sprecher wie ich dem Veranstalter Reise- und Übernachtungskosten. Ich wiederum kann meine Zeit effektiver nutzen und spare Energie (meine und Umwelt). Und die Ansprechbarkeit auch nach der Veranstaltung ist ja durch meine ständige Präsenz online trotzdem gegeben und wird auch gern genutzt.
Es gibt sicher Kollegen, die das für sich nicht so umsetzen können oder wollen. Aber ich habe damit durchweg positive Erfahrungen gemacht und anders wäre es für mich aus den genannten Gründen eben nicht machbar.

Herzlichen Dank, liebe Annette! Wir freuen uns sehr auf Deinen Vortrag. 

Social Web und die bildende Kunst

Noch ist das keine wirklich entspannte Verbindung. Sicher gibt es Künstlerinnen und Künstler, die um die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke wissen und diese auch nutzen. Doch nur allzu oft gibt es diese unspezifische Angst davor, dass man die Geister, die man rief, nicht mehr loswird. Wie viel von meiner Arbeit soll ich denn zeigen? Laufe ich da nicht Gefahr, dass meine Ideen, mein geistiges Eigentum geklaut wird?

Besonders groß ist die Angst vor dem Ideenklau, wenn es sich um Facebook handelt. Da unterschreibt man ja quasi, dass einem die Bilder nicht mehr gehören, wenn man sie dort veröffentlicht – glauben viele! Und dann nutzt Facebook sie für seine Zwecke!

Diese Unsicherheit führt dann dazu, dass man sich gar nicht erst darüber Gedanken macht, wie man mit geschickten Strategien und einem relativ geringen finanziellen Aufwand die Vermarktung der eigenen Kunst vorantreiben könnte. Gut, Vermarktung ist ja auch eines dieser bösen Wörter! Aber im Grunde will Kunst doch Öffentlichkeit. Will ein Künstler auch den Erfolg. Wer sagt, es sei ihm egal, der lügt! Behaupte ich jetzt einfach mal ein bisschen auf die Spitze getrieben.

Wir möchten mit diesem stART Camp in Köln vor allem Künstlerinnen und Künstler ansprechen, die sich bislang noch gar nicht so intensiv damit beschäftigt haben, was die sozialen Netzwerke ihnen zu bieten haben. Deswegen setzen wir auch auf den Input von Experten, die Einführungen geben und best practice vorstellen. Es wird aber kein Expertentreffen sein, bei dem sich die Füchse der Social Web Szene die Hand geben. Sondern wir setzen ganz besonders auf die Teilnahme neugieriger Kulturschaffender, die sich informieren wollen, weil sie offen sind für die vielen Möglichkeiten und Tools im Social Web.

Wie präsentiere ich mich in den sozialen Netzwerken, welche Kombinationen verschiedener Kanäle sind sinnvoll? Kann ich vielleicht künstlerische Projekte mit diesen neuen Möglichkeiten finanzieren? Welche Strategien erreichen den Kunstmarkt? Wer sich mit all diesen Fragen beschäftigen möchte und Lust auf Gleichgesinnte hat, der ist auf unserem stART Camp herzlichst willkommen.

Sagt es bitte weiter …

(avh)

Musik ist Trumpf!

Die Musikbranche hat es vielleicht am besten verstanden das Social Web zu nutzen. Musiker präsentieren sich auf Youtube und werden entdeckt und machen Weltkarriere (OK, Justin Bieber ist vielleicht eine Ausnahme), die Zahl der Netlabels wächst kontinuierlich,  sie stellten als Urdomäne für elektronische Musik den Musikvertrieb auf den Kopf und verstehen sich oft als Gesamtkonzeption aus Grafik- und Webdesign, Streetart, Fotografie und Musik.

„Das Internet verbindet, ermöglicht den Austausch, bietet ein potentielles Millionen-Publikum und vor allem unterstützt es die Kontrollfreaks der Netlabel. Denn nichts gibt mehr Schubkraft als Fame. Den lesen alle in ihren Einschalt- und Downloadquoten ab, weil die oft ehrlicher den Geschmack der Zuhörer ausdrücken.
Und dann ist auch die Fanpost selbst aus dem hintersten Winkel der Erde nicht mehr weit entfernt. Musik will schließlich frei sein und wenn sie gut ist kommt sie überall hin. Word up!“
Moritz »mo.« Sauer auf www.phlow.de

Aber auch Opernhäuser, Orchester und Philharmonien setzen inzwischen auf das Social Web um ihre Fans zu erreichen.
Musik wird getauscht und verschenkt, diverse Plattformen bedienen sowohl Musiker als auch User (Soundcloud, Myspace), kollaborative Projekte entstehen. In dem Zusammenhang sind Copyright, OpenSource und Creative Commons heiß diskutierte Themen.
Künstler werden zu Publizisten, Vertrieblern, Marketingexperten. Ist das gut? Macht das Sinn?
Was können die anderen Branchen von der Musikszene lernen? Welche Erfahrungen können sie sich sparen. Was sind Gemeinsamkeiten, was sind die Unterschiede.

uvo

Schöne neue Welt: Social Web und die Buchbranche

Viele Akteure der Buchbranche sind inzwischen im Social Web zu finden: Autoren, Verlage, Buchhandlungen und Dienstleister. Neben dem Social Web mit neuen Formen der Kommunikation, Wertschöpfung und Kollaboration fordert zusätzlich die Digitalisierung die Buchbranche heraus.
Neue Möglichkeiten des Publizierens und neue Medienformate entstehen. Traditionelle Berufsbilder wandeln sich, neue entstehen. Wie sehen die Verlage und die Buchhandlungen der Zukunft aus? Wer kümmert sich um Social Media? Wie findet man seine Leser und Buchkäufer – und was macht man dann mit ihnen?

Welche Bedeutung und welche Folgen hat die gemeinsame Finanzierung von Projekten für die Buchbranche (Crowdfunding)? Wie lässt sich Social Media in Verlagen und Buchhandlungen am sinnvollsten organisieren? Wie können Autoren, Verlage und Dienstleister neue Arbeitsformen nutzen, z.B. Crowdsourcing, Cloud Computing oder Videochats?

Ob Erfahrungsaustausch, Neugier oder Vorstellen zukunftsweisender Projekte: Wir freuen uns auf Büchermenschen aus Verlagen, Buchhandlungen, Autoren, freie Lektoren, Illustratoren, Dienstleister, Quereinsteiger und Nachwuchskräfte für die Buchbranche!

SocialMedia auf den Brettern die die Welt bedeuten

Eine kurze Recherche zeigt: gut die Hälfte der Theater in der Region sind in irgendeiner Weise auf facebook vertreten, kaum eines twittert, ganz wenige haben einen eigenen Youtube-Kanal, obwohl gerade in diesem Bereich der Branche das Einbinden von Videos, Bildern und Sounddateien auf der Hand liegt. Die meisten etablierten städtischen Häuser haben eine durchaus ansehnliche  Zahl von Fans/Freunden Gruppenmitgliedern.

Im Gegensatz zu den Museen gibt es bei den darstellenden Künsten eine große freie Szene, jenseits der Strukturen des öffentlichen Dienstes und auch jenseits von öffentlicher Förderung. Hier ist Kreativität nicht nur inhaltlich gefragt sondern oft auch ganz pragmatisch  für den Kampf ums Überleben. Und gerade hier bietet SocialMedia großartige Möglichkeiten mit der Zielgruppe zu kommunizieren, Fans zu gewinnen und (ein-)zu binden.

Aber wie baut man eine Community auf, welchen Mehrwert kann man für seine Fans schaffen? Mit welchem Budget (Zeit und Geld!) kann man was erreichen. Ist eine aus-dem-Bauch-Strategie sinnvoll und was interessiert eigentlich die Menschen da draussen?

Wir wünschen uns Best-Practice-Beispiele, Austausch, Anregungen, Fragen, Antworten und Inspiration!

uvo

Wer macht was im Museum

Museum und Web 2.0 sind längst keine zwei Welten, die auseinander liegen. Die wachsende Zahl an Facebook-Seiten und Twitter-Accounts zeigt, dass sich hier die Erkenntnis durchsetzt, dass es für Museen durchaus gewinnbringend sein kann, sich mit Social Media zu beschäftigen.

Die interessante Frage ist und bleibt jedoch immer noch: wer kümmert sich um die Postings, wer verfolgt audience-development-Strategien und wie wird das Ganze eingebunden in die Kommunikations-Politik der Häuser. Da es sich bei vielen Museen um Institutionen des öffentlichen Dienstes handelt, sind hier besondere Hürden zu nehmen. Städtische Einrichtungen können oft nicht so, wie sie wollen.

Wie beeinflusst das die Handhabung der Social Media? Gibt es ausgeschriebene Stellen, die mit Experten besetzt werden oder sind es oftmals die viel beschworenen Praktikanten, die sich hinter den Aktivitäten verbergen.

Das interessiert uns und wir wünschen uns möglichst viele Teilnehmer aus den Museen, die von der gängigen Praxis an ihrem Museum berichten. Wünschenswert wäre auch die Vernetzung der einzelnen Akteure in ein und derselben Kommune. Oft wissen die gar nicht voneinander.

Wir freuen uns auf zahlreiche Ideen, Anregungen und Fragen aus diesem Bereich!

(avh)