Claudia Pelzer über Crowdsourcing und was sie daran fasziniert

Nur noch wenige Tage bis zum 1. stARTcamp Köln. Wir freuen uns sehr, dass wir Claudia Pelzer, Medien-Ökonomin, Bloggerin, Autorin und Gründerin des Crowdsourcingblogs, am Freitag an Bord haben werden.

Liebe Claudia, über welches Thema wirst Du beim stARTcamp Köln sprechen?

Ich werde über Themen wie Crowdsourcing, Co-Creation und Open Innovation sprechen, erklären wo diese Entwicklungen herkommen und auch ein wenig versuchen zu ergründen wo sie uns hinführen. Denn letztlich werden sie, und davon bin ich überzeugt, unser Empfinden von (Kreativ-)Arbeit revolutionieren.

Was genau versteht man unter Crowdsourcing und was fasziniert Dich daran?

Crowdsourcing ist ein Neologismus, der sich aus ‘Crowd’ und ‘Outsourcing’ zusammensetzt. Der Prozess hat seinen Ursprung im Bereich Open Innovation und beschreibt im Grunde die Auslagerung von Arbeits- und Kreativprozessen an die Masse der Internetnutzer.

Crowdsourcing hat verschiedene Unterkategorien, unter anderem Crowdfunding (die Community finanziert gemeinsam ein Projekt), Co-Creation (die Community erschafft gemeinsam ein kreatives Werk) oder Mircroworking (die Community erfüllt kleinere (Teil-)Aufgaben wie z.B. Texterkennung, die final wieder zu einem Gesamtergebnis zusammengesetzt werden).

Was mich daran fasziniert? In einer mehr und mehr vernetzten Welt bieten sich uns in Zukunft vollkommen neue wirtschaftliche wie kreative Potentiale. Am Ende steht ein globaler Zugang zu Wissen, Kreativität und Arbeitskraft auf der einen,sowie zu Aufgaben und Nachfrage auf der anderen Seite. Plattformen und soziale Netzwerke agieren in diesem Umfeld als neue Mittler, vergleichbar mit einem neuronalen Netzwerk, das sich nach und nach erweitert.

Noch befinden wir uns vergleichsweise am Anfang dieser Entwicklung. Umso spannender ist es zu beobachten, welche Mechanismen und Projekte sich daraus entwickeln und welche Rolle die deutsche (Kreativ-)Wirtschaft in diesem neuen Wettbewerb einnehmen wird.

Gibt es kulturelle oder Kunst-Crowdsourcing-Projekte, die Du besonders bemerkenswert findest?

Die Arbeit von Aaron Koblin finde ich faszinierend, den man wohl als Daten- bzw. auch durchaus als Crowdsourcing-Künstler bezeichnen könnte. Er nutzt Daten-Sets aus der Community, um kulturelle Trends und das sich wandelnde Verhältnis zwischen Menschen und Technologie abzubilden. Hier (Link: http://www.aaronkoblin.com/work.html) findet man Auszüge seiner Arbeit. 

Herzlichen Dank, liebe Claudia. Bis Freitag! 

Wer neugierig auf Claudia und Crowdsourcing ist, dem sei dieser Beitrag im Elektrischen Reporter von ZDFkultur ans Herz gelegt: 

 

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